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Zu den Lesestunden kommen immer die Kinder, denen auch Zuhause vorgelesen wird, wie erreicht man aber die Kids, denen noch nie oder nur selten vorgelesen wird?
Die Bücherei zieht auch nur Leser an und keine Nichtleser.
Wie kann man Jugendlichen, von Fernseher und Computer abbringen. um ihnen etwas Zeit fürs Lesen abzugewinnen?
Könnte es sein, dass Interesse zum Schreiben erweckt wird, wenn man einen Schreibwettbewerb ins Leben ruft?
Ist das Schreiben nicht doch die Ergänzung zum Lesen und für das Leben äußerst wichtig?
Ich finde schon.

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Ich bin mir nich sicher, ob ich (als schreibender Jugendlicher) wirklich ine Lösung finden kann...
Mein Vorschlag wäre vor allem der Versuch auch über die Schulen zu gehen. Viele sagen dass sie in der Schule schon genug von Büchern und trockener Literatur haben (nicht meine Sicht!). Man sollte versuchen ihnen auch mal die andere Seite zu zeigen, experimentelle und ausdrucksstarke Texte nehmen und versuchen, mal einen Projekttag lang oder so ihre eigenen Ideen und Kreativität zu enwickeln. Dasselbe beim Lesen, wobei die meisten Leute die ich kenne das doch recht gerne tun. Die Schule ist für solche Leute eher der Anstoß, oder eben Freunde, und wenn man dann in der Schule nur Schiller liest, der gekünstelt wirkt oder E.T.A. Hoffmann, wo man jeden Satz 2x lesen muss, um hinter den Sinn zu kommen, verwundert es keinen, wenn man irgendwann keine Lust mehr hat.

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Liebe Katha, Du bringst es auf den Punkt. Obwohl ich beinahe eine Seniorin bin, teile ich Deine Ansichten.
Seit knapp drei Jahren beschäftigt mich dieses Thema, Gedanken hatte ich mir bereits darüber gemacht, als meine eigenen Kinder noch klein waren. Mittlerweile sind es drei Schreibobjekte, die ich startete. Beim ersten setzte sich eine Lehrkraft stark dafür ein und es fruchtete. Viele Jugendliche, sogar einige Grundschüler beteiligten sich an diesem Schreibwettbewerb der Stadtbücherei meines Wohnortes. Aus den 140 Geschichten entstand ein nettes Büchlein. Nun hätte ich gerne den anderen Jungautoren eine 2. Chance gegönnt ihre Texte bzw. neue Themenbezogene Geschichten zu veröffentlichen, denn es gab einige enttäuschte Kinder, deren Texte nicht ausgewählt wurden. -
Bei meinen zwei Versuchen und Aufrufen zu neuen Wettbewerben beteiligten sich zu wenig Schüler. Deshalb lief es überregional mit der Ausschreibung über Kinderwebsites, wie z.B.: Kinderredaktion, KiBuLo und Lizzynet. Es beteiligten sich wiederum nur vereinzelte Schreiber. - Nun suchen wir nach neuen Anreizen. -
Genau wie beim Vorlesen einfach -zuwenig Resonanz- , obwohl dies wenigstens bei Aktionen wie Lesen am Welttag des Buches und am Deutschland-liest-Tag von den Kommunen gerne angenommen wird, so dass es an Zuhörern nicht mangelt.
Ein Welttag des Schreibens wäre doch eine Lösung?

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Das Problem liegt nich darin, einen solchen tag einzuführen; sehr viel ändern würde das fürchte ich auch nicht. Viel wichtiger wäre es das ganze an eine breitere Öffentlichkeit zu tragen, Wettbewerbe wie du sie beschreibst z.B.

Leute, die solche Wettbewerbe suchen, finden sie auch, aber an den anderen geht es einfach vorbei, eine Veröffentlichung allein reizt auch nicht jeden. Ich denke, vor allem di Lute zu inspirieren und dazu zu bewegen, es erst einmal überhaupt zu versuchen, wäre wichtiger.
Aktionen, die das ganze an die Öffentlichkeit holen, würden dem schon helfen... Ich habe in Erfurt mal jemanden gesehen, im Sommer, der saß mit einem Korb da und hat Gedichte an Passanten ausgeteilt. Ich glaube, viele würde das schon faszinieren, und mit guten Texten und einem kleinen Vermerk auf eine Website zum Thema (Das zieht bei vielen Leuten meines Alters :D) wäre auch relativ viel zu erreichen, denke ich. Über die könnnte man dann ja auch einen Wettbewerb anbieten, ein Forum und... hm... vielleicht eine Art "Zeitmentorschaft" anbieten, wenn sich genug aktive Schreibende beteiligen? Damit könnte man den Anfngern speziell helfen und auch den Ehrgeiz schüren.

Bei manchen, die man damit nicht erreicht, ist ohnehin schon alles verloren.

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Ja, man könnte es versuchen auf diese besondere Art und Weise auf sich aufmerksam zu machen. Leider hapert es bereits an der website, die dann etwas professioneller gestaltet werden sollte, schwierig wenn man nur zu zweit ist und noch Laie. Und es ist mit Kosten verbunden, wenn man auf jegliche Werbung verzichten möchte. siehe www.vorlesepatinnen.de.tl - liegt bereits brach, keinem fällt es auf., wir löschen diese Home demnächst.

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Ja, das mit der Gestaltung ist natürlich ein Problem... Aber ich denke auch da sollte sich jemand finden lassen, es gibt sicher genug Interesse - man kann bestimmt auch auf Foren wie diesem Kontakte knüfen, es gibt sicher auch IT-Leute, die man dafür begeistern könnte. Das Problem sehe ich eher in der Zeit und dem Finden von genug interessierten "Mentoren".
Und irgendwie muss man die Seite ja auch ein wenig bekannt machen, sonst bringt das alles nichts.

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An Ideen mangelt es mir nicht, doch etwas in die Tat umzusetzen, erscheint mir nicht leicht. -Vielleicht, wenn möglich einen Mentoring gründen?
Langsam geht meine Fantasie mit mir durch.

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Das Problem das mit Lesegruppen meist nur die Kinder erreicht werden, die sowieso etwas zu Hause vorgelesen bekommen, würde ich versuchen mit folgenden Mitteln zu bekämpfen:

1.) Man könnte (vor allem in Grundschulklassen oder den 5/6 Klässlern) Autorenlesungen stattfinden lassen. Das haben sie einmal bei uns in der Schule angeboten, dass ein Autor eines Kinderbuches zu uns in die Schule kam und vorgelesen hat. So hören alle zu.
2.) Ausflüge mit der Schule in der Bücherei und entweder dort eine Lehrerin vorlesen lassen oder fragen, ob eine Bibliothekarin vorlesen möchte. Es ist erstaunlich, wie ruhig die Kinder werden, wenn man ihnen vorliest (zumindest im jungen Alter). Unsere Stadtbücherei hat das mal angeboten für alle 5klässler, die neu ins örtliche Gymnasium eingeschult wurden. Kleine Schnitzeljagd in der Bücherei mit anschließend einer kleinen Vorlesung.
3.) Werbung für Buchmessen machen?

Sie zum Schreiben zu animieren ist denke ich schwieriger als sie zum Lesen zu bringen. Aber auch dort gibt es ja einige Bücher, die man schenken kann, es hilft immer Kindern Tagebücher oder Notizbücher zu schenken, oder z.B. kreative Bücher, in denen man basteln und schreiben muss...mehr fällt mir spontan auch nicht dazu ein.

Was vielleicht hilft, ist Kinder auf Ausschreibungen/Schreibwettbewerbe aufmerksam zu machen, da gibt es doch immer irgendwas für Kinder und Jugendliche. Vielleicht wird so der Ehrgeiz geweckt.

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