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In der folgenden Nacht findet Lukas keinen Schlaf. Ruhelos wälzt er sich in seinem Bett von Seite zu Seite.
Tausend Gedanken schwirren durch seinen Kopf. Hat er wirklich gehört, was er jetzt denkt? Interpretiert er zu viel in ein paar Wortfetzen hinein, die er nur im vorbeigehen aufgeschnappte?
Zäh zählt seine Digitaluhr am Kopfende des Bettes die Stunden herunter.
Gegen sechs Uhr hat Lukas die Nase voll. Müde, aber entschlossen steht er auf, zu früh, um etwas Vernünftiges zu tun, aber er weiß, es macht keinen Sinn mehr sich weiter im Bett herumzuquälen.
Einigen Runden im Schloßgarten werden seinen Kopf sicher frei machen.
Sein Weg führt ihn an Absperrungen vorbei. Die Baustelle wächst und wächst, trotz des vermeintlichen Stillhalteabkommens während der Mediation. Vereinzelte Polizisten patrouillieren an den Gitterzäunen, einige Demonstranten auf Nachtwache beobachten argwöhnisch jede Veränderung dahinter.
Als Lukas zu seiner kleinen Unterkunft zurückkehrt, zieht er die Tageszeitung aus dem Briefkasten. Ein Brief fällt zu Boden.
Auf dem Kuvert stehen weder Absender noch Empfänger.
Mit einem Stirnrunzeln hebt er den Brief auf und schließt seine Wohnungstür auf.

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