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Langsam kam er zum stehen. Zitternd. Mit lautem Atem. Der Atem eine Wolke im Wind. Das Rennen hatte ihn schwitzen lassen und unter seiner dunklen Jacke war ihm heiß, und trotzdem fror er. Er fror entsetzlich. Der kalte Wind fegte ihm um die Ohren und blies gegen den glänzenden Schweiß auf seiner Stirn. Doch was ihn viel mehr erfrieren lies, war Edgar. Sein Kumpel Edgar. Sein bester Freund.
Um ihn herum Bäume. Wald. Hier war er sicher.
Sie hatten lange an diesem Plan gearbeitet. Lange daran gefeilt. Er hatte immer geglaubt, dass er sich auf Edgar hätte verlassen können und nun...
Als er sich vergewissert hatte, dass niemand hinter ihm her war, ließ er sich auf einem umgefallenen Baumstamm nieder. Er war frostig und de Kälte stieg von seinem Hintern hoch, bis zu seiner Brust.
Wie konnte Edgar nur?
Dabei hatte er den weniger gefährlichen Job erledigen müssen. Er war bloß für das Fluchtfahrzeug verantwortlich gewesen. Irgendwo einen Wagen klauen (Edgar wusste genau, wie man einen Wagen knackte) und dann mit dem Diebesgut abhauen und den Wagen irgendwo stehen lassen. Das war der Plan.
Doch jetzt war er alleine. Mit dem Diebesgut unter seiner Jacke. Geflüchtet vor der Alarmanlage. Vor der Polizei. Hatte kostbare Zeit verbraucht, um auf Edgar am Treffpunkt zu warten. Er hatte es nicht glauben wollen. Dass Edgar nicht kommen würde. Kalte Füße gekriegt hatte. Ihn betrogen hatte...

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